Ziel des Spieles ist es zu erraten in welchem der Häuser die Maus zuerst verschwindet.
Geht die Maus in die Kirche, will sie lieber in die Kornkammer, oder geht sie ins Wachhaus, besucht sie die Schule der Zauberei oder …
Ziel des Spiels ist es zu erraten, in welchem der Häuser die Maus zuerst verschwindet. Als Hauptpreis winkt eine mächtige Zaubermaus, eine Lebensversicherung oder die "einzig wahren Waffen der Frau".
Für jeden Mitspieler hält die Maus einen Edelstein des immerwährenden Glückes aus ihrem Schatz bereit.
Tierschutz:
Nach dem Bericht in der Karfunkel vom Dezember 2008, in dem über den Tierschutz auf Mittelaltermärkten geschrieben wurde, machen sich verschiedenste Veranstalter Sorgen um ihren guten Ruf. Bei mir wird
TIERSCHUTZ groß geschrieben! Meine Tierhaltung ist nach §11 Tierschutzgesetz vom Amtsveterinär geprüft und genehmigt. Meine Mäuse leben immer zu zweit oder in Mäusefamilien in großen Mäusekäfigen mit 100 x 50 cm Platz, Gesellschaft, Beschäftigung und artgerechtes Futter sind selbstverständlich die Voraussetzung für muntere Mäusegaukler und ein langes Mäuseleben.
Platzbedarf.
Das Mäuseroulette ist mobil auf einem Wagen montiert.
Die Dachfläche ist 2 x 2 Meter
Höhe des Standes ca. 3m
bevorzugt bin ich mit dem Roulette an keinen festen Standplatz gebunden. Gerade an heißen Sommertagen freuen sich meine Mäuse wenn sie dem Schatten nachziehen können.
Der historische Hintergrund des Spieles.
Zunächst einmal das was sicher ist: Gespielt wurde schon immer! Der römische Dichter Juvenal (ca. 60 – 137 n. Chr.) sagte bereits "Brot und Spiele braucht das Volk". So könnte auch im Mittelalter schon Mäuseroulette gespielt worden sein. Oftmals ist zu hören das Söldner oder reisendes Volk dieses Spiel zu uns gebracht hätten. Mäuse gab es ja mehr als genug in den Kornspeichern der Dörfer, Burgen und Städte.
Der Legende nach lief das ganze folgendermaßen ab:
• Jeder Mitspieler suchte sich ein Gefäß, es konnte ein Helm, ein Topf, eine Schale oder auch der leergesoffene Bierkrug gewesen sein.
• Diese Gefäße wurden auf dem Boden in einem Kreis aufgestellt, mit den Öffnungen zur Mitte.
• Zu diesem Gefäß legte jeder Mitspieler seinen Einsatz in Form von Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Brot, einer Waffe oder was er auch immer hatte.
• Es wurde ein Spielleiter ausgelost, meistens der Flinkste, dieser holte aus dem Kornspeicher oder der Getreidekammer eine Maus und warf Sie in die Mitte der Runde. Wie es der Maus dabei erging war völlig egal, den Sie gehörte am Ende des Spieles der Katz.
• Gewonnen und mit allen Einsätzen nach Hause gegangen ist derjenige in dessen Gefäß die Maus geflüchtet ist, und selbstverständlich die Katze die am schnellsten war.
Aber wie schon Eingangs gesagt, vielleicht ist das ganze nur eine wunderschöne Geschichte für uns Menschen und die Katzen, und ein Alptraum für alle Mäuse. Vielleicht steckt auch ein kleinwenig Wahrheit drin, wer weiß wer weiß. Doch genau dieses Ungewisse ist es ja auch was den Reiz dieses Spieles ausmacht. Was an der ganzen Geschichte wirklich Wahr ist, ist die Tatsache das es sehr viele Mäuse überall dort gab wo Korn und Vorräte gelagert wurden.